Kurz gesagt: In-Cell ist ein LCD mit integrierter Touch-Schicht, die günstigste Qualität, aber dicker und blasser als das originale OLED. Hard OLED ist ein echtes OLED-Panel auf starrem Glasträger, eine gute Mittelklasse. Soft OLED sitzt wie das Original auf einem flexiblen Träger und ist die beste Nachbauqualität. Originalware stammt aus Spendergeräten. Die Bezeichnungen sind zwischen Lieferanten nicht genormt, deshalb sollten Sie vor größeren Bestellungen testen.
Displays sind die Reparatur, von der die meisten Handyshops leben. Ein Datensatz aus der Reparaturbranche ordnete rund 70 % aller Handyreparaturen einem Displayschaden zu, und viele Betriebe sehen ein ähnliches Bild. Die Wahl der Display-Qualität ist damit die wichtigste Einkaufsentscheidung. Liegen Sie falsch, zahlen Sie zweimal: einmal für das Teil und einmal für die Reklamation.
Warum es verschiedene Qualitäten gibt
Die meisten aktuellen iPhones und Samsung-Flaggschiffe haben OLED-Displays. Originale OLED-Panels sind teuer und kommen von wenigen Herstellern, deshalb bietet der Nachbaumarkt mehrere günstigere Wege zum selben Display. Jede Qualität ist ein anderer Kompromiss aus Preis, Bildqualität, Bauhöhe, Stromverbrauch und Haltbarkeit.
Der Haken: Die Bezeichnungen sind eine Marktkonvention, keine Norm. Dasselbe Etikett kann im Elektronikmarkt Huaqiangbei in Shenzhen, wo die meisten dieser Displays gehandelt werden, bei verschiedenen Händlern Verschiedenes bedeuten. Deshalb zählt der Test mehr als das Etikett.
In-Cell-LCD: die günstige Qualität
Ein In-Cell-Display ist ein LCD-Panel, bei dem der Touch-Sensor in die Anzeigeschicht integriert ist. Es ist der günstigste Ersatz für ein OLED und funktioniert, aber die Unterschiede sind sichtbar:
- Es ist dicker als das ersetzte OLED, was den Sitz im Rahmen beeinflussen kann.
- Schwarz wirkt grau statt tiefschwarz, weil ein LCD eine Hintergrundbeleuchtung braucht.
- Farben sind weniger kräftig, die Blickwinkel enger.
- Der Stromverbrauch ist meist höher, weil die Hintergrundbeleuchtung immer läuft.
In-Cell passt für preisbewusste Kunden, ältere Geräte mit geringem Restwert und Geräte für den Wiederverkauf. Sagen Sie dem Kunden, was er bekommt.
Hard OLED: die Mittelklasse
Ein Hard OLED ist ein echtes OLED-Panel auf starrem Glasträger. Die Bildqualität kommt dem Original nahe, mit echtem Schwarz und guten Farben, zu einem niedrigeren Preis als Soft OLED.
Der Nachteil ist die Biegefestigkeit. Wegen des starren Trägers verträgt ein Hard OLED Verwindung und Druck schlechter als ein Soft OLED. Für die meisten Kunden ist es trotzdem die vernünftige Mitte: sieht aus wie das Original und kostet spürbar weniger.
Soft OLED: die beste Nachbauqualität
Ein Soft OLED sitzt wie das Original auf einem flexiblen Polymerträger. Dadurch passt es in Bauhöhe und Sitz näher an das Original und verträgt die kleinen Verwindungen im Alltag besser.
Soft OLED ist die Qualität für Kunden, die dem Original möglichst nahe kommen wollen, ohne für ein Originalteil zu zahlen. Es kostet mehr als Hard OLED, und die Qualität schwankt zwischen Herstellern stärker, als das Etikett vermuten lässt.
Originalware und aufbereitete Originale
Original-Displays aus Spendergeräten stammen zum Beispiel aus Handys mit defekter Hauptplatine, aber intaktem Display. Aufbereitete Originale behalten meist das originale Panel und die Touch-Schicht, bekommen aber ein neues Deckglas.
Sie liefern die beste Bildqualität, weil es das originale Panel ist. Bewertet werden sie nach Optik, meist in den Stufen A, B oder C. Auch hier gibt es keinen gemeinsamen Standard, fragen Sie also, was jede Stufe erlaubt (leichte Kratzer, Einbrennen, Farbstich).
Was Kunden bei iPhones sehen
Bei aktuellen iPhones erscheint in den Einstellungen ein Hinweis, wenn ein Display kein neues Originalteil von Apple ist. Apple beschreibt auf seinen Supportseiten Meldungen wie „Unbekanntes Teil“ für Displays, die nicht original oder nicht verifiziert sind, und ab dem iPhone 15 einen Hinweis „Gebraucht“, wenn ein Display bereits in einem anderen iPhone verbaut war. Das Gerät funktioniert weiter.
Funktionen wie True Tone und automatische Helligkeit hängen vom Display und von der iOS-Version ab, und das Bild hat sich seit der Einführung des Reparaturassistenten mit iOS 18 mehrfach verändert. Verlassen Sie sich nicht auf die Antwort vom letzten Jahr: Testen Sie den aktuellen Bestand mit dem aktuellen iOS und sagen Sie Ihren Kunden vorher, was sie sehen werden.
Welche Qualitäten Sie bevorraten sollten
Die meisten Betriebe fahren gut mit zwei oder drei Stufen pro gängigem Modell:
- Günstig: In-Cell für ältere Modelle und preisorientierte Kunden.
- Standard: Hard oder Soft OLED für die meisten Reparaturen an aktuellen Geräten.
- Premium: Originalware oder Soft OLED für Kunden, die dem Original möglichst nahe kommen wollen.
Weisen Sie jede Stufe klar aus und notieren Sie die verbaute Qualität auf dem Reparaturauftrag. Das schafft Transparenz gegenüber dem Kunden und erklärt, warum Ihr Angebot anders aussieht als das der Konkurrenz.
So kaufen Sie Displays ohne Überraschungen
- Muster testen bei jedem neuen Lieferanten, mit der iOS- bzw. Android-Version Ihrer Kunden.
- Jedes Display testen bei Volumenbestellungen, nicht nur eine Stichprobe: Pixelfehler, Gleichmäßigkeit, den vollständigen Touch-Test und die Passform.
- Chargen dokumentieren, damit eine Häufung von Ausfällen zugeordnet und reklamiert werden kann.
- Keine Teile mit kopierten Logos. Nachbauteile sollten als kompatibel bezeichnet werden, nicht als Markenware.
Genau das übernimmt Ériu Sourcing vor Ort in Shenzhen für Reparaturbetriebe in Deutschland und Österreich: Wir kaufen Displays nach Qualität, testen jedes Stück vor dem Verpacken, sortieren Ausfälle dort aus und versenden den Rest mit Prüfprotokoll, FOB China oder geliefert. Mehr dazu auf unserer Seite Handy-Ersatzteile im Großhandel.